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Drei kleine, versteckte, wunderbare Restaurant-Tipps in Barcelona! Herrlich einheimisch und untouristisch.

Geschrieben von Volker Geyer am

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Lebensgefühl

Viele von Ihnen wissen, dass Heike und ich bekennende Fans von Barcelona sind. Dieser so facettenreichen, sehr sauberen Stadt mit ihren umliegenden Bergen, dem Strand und das Meer, mit viel modernem Design, mit einer grandiosen Altstadt, mit diesem ganz besonderen meditarrenen Flair und vor allem mit den unerschöpflichen Sonnenstunden, die es hier gibt. Zahlreiche Reisen hierher haben wir bereits unternommen, die Stadt mit allen ihren Sehenswürdigkeiten und Museen glauben wir mittlerweile gut zu kennen.

Diesmal haben wir uns eine kleine Wohnung auf Zeit im Stadtteil El Born inmitten von Einheimischen gemietet, kein Hotel, keine Ferienwohnung. Wir wollten wissen, wie lebt und arbeitet es sich hier über einige Wochen unter Katalanen. Vormittags Zuhause am Rechner, mittags in die Stadt unter die Menschen und abends entweder Zuhause kochen oder versteckte, kleine, von Einheimischen empfohlene, typsch spanische Restaurants aufsuchen.

Und genau dabei haben wir Wunderbares entdeckt!

Urig katalanisches „Can Mano“

Im ehemaligen Fischerstadtteil Barceloneta gelegen, sieht auf den ersten Blick von außen gar nicht aus, wie ein Restaurant, insbesondere, wenn es geschlossen ist. Bereits mehrere Male vor unserem ersten Besuch hier, sind wir daran vorbei gelaufen, ohne es zu bemerken. Bis wir von Einheimischen den Tipp bekamen, dort mal zum essen hin zu gehen. Der Fisch sei fangfrisch und die Preise seien unschlagbar. Für den nächsten Tag haben wir uns Can Mano vorgenommen. Unglaublich, was wir an diesem Nachmittag erleben durften. Gegen 14 Uhr liefen wir in die enge Strasse Calle del Baluard in Barceloneta ein und von weitem sahen wir eine Traube Menschen auf der Strasse stehen. Das wird doch nicht etwa …

Doch! Es waren Menschen die darauf warteten, im Can Mano einen freien Tisch zu bekommen, meist Spanier. Das wäre hier „cada día“, also Tag für Tag so, gaben uns wartende Katalanen zu verstehen. Also gut, wir meldeten uns drinnen mit Namen an und mussten draußen auf der Strasse warten, bis im Lokal ein Tisch für uns frei wurde. In der Zwischenzeit schauten wir uns durch die Fenster den Gastraum an und beobachteten die Menschen. Etwas ursprünglicheres an Restaurant hatten wir bis dahin in dieser Stadt noch nicht besucht. Wir fragten uns, ob wir wohl auch ohne Empfehlung jetzt hier stehen und auf einen freien Tisch warten würden?

„Maria, Maria“ rief’s laut aus der Türe auf die Strasse. Gemeint waren wir, Heike-Maria Bachus und Volker Geyer. Unsere Namen wären für den Seniorchef sicher Zungenbrecher gewesen. Deshalb hat sich Heike einfach mit „Maria“ angemeldet. Zwei Stunden saßen wir in diesem Restaurant und genossen frischen Fisch, Gemüse, Patatas Bravas, wir tranken Cerveza und Vino blanco, am Ende noch eine katalanische Süssspeise und jeweils einen Café Solo (gefühlter Espresso). Wir unterhielten uns mit Spaniern rechts am Tisch, links am Tisch, hinter uns und vor uns. Wir waren die einzigsten Deutschen in diesem Lokal, welches hoffentlich auch in den nächsten zwanzig Jahren keine Modernisierung über sich ergehen lassen muss. Die Menschen dort waren sehr offen zu uns, sie zeigten uns Bilder auf Ihren Smartphones, die beiden älteren Herren rechts am Tisch erzählten uns vom Fischfang vergangener Zeiten und dass der uns gerade servierte Fisch heute in den frühen Morgenstunden gefangen wurde.

Ach je, ist das Leben schön

Und an diesem Nachmittag zudem auch ganz besonders kurzweilig. Mittlerweile war es 16.30 Uhr: „la cuenta por favor“ – wir fragten nach der Rechnung. Der „Beleg“ war handschriftlich und kopfrechnend erstellt und wies 35,70(!!) € aus. Gut, dass wir keinen Bewirtungsbeleg brauchten.

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El Casal und El ben Plantat

In zwei anderen, uns von Einheimischen empfohlenen kleinen um-die-Ecke-Restaurants erging es uns ähnlich: herrlichess Essen, uriges Ambiente, tolle und kommunikative Menschen. Auch diese beiden untouristischen Restaurants können wir uneingeschränkt empfehlen: das „El ben Plantat“ ebenfalls im Stadtteil Barceloneta und das „El Casal“ im angrenzenden Stadtteil El Born. Beide ziemlich versteckt und von außen eher unscheinbar. Achtung: das El Casal hat abends leider geschlossen, hier gibt es Frühstück und leckeren Mittagstisch. 

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Einfaches, empfehlenswertes und mit Leidenschaft geführtes Restaurant "El Casal" im Stadtteil El Born.
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Nur 16 Gästeplätze im El ben Plantat, warten lohnt sich auch hier. Ganz herzlicher, lieber Service.

Zu den Lagen, den Adressen und zu weiteren Gästestimmen gelangen Sie ganz einfach, indem Sie die Restaurantnamen in Google eingeben und auch "Suche" klicken.

Ganz sicher gibt es auch weitere untouristische Geheimtipps hier in Barcelona. Wenn Sie welche haben, schreiben Sie sie in einen Kommentar auf diese Seite.

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Eine Stadt der Kontraste, auch das ist Barcelona:

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