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Meine aktuellen Erfahrungen mit Handwerksfirmen sind alles andere als gut!

Geschrieben von Volker Geyer am

Malerische Wohnideen - Haareraufen

Haarsträubend, was ich in den vergangenen Wochen selbst erleben durfte. 

Meine Lebensgefährtin Heike ist Architektin und ich bin manchmal erschrocken, welche Horrorgeschichten sie mir über das Verhalten von Handwerksfirmen erzählt. Gleichzeitig findet in unserer Familie gerade eine umfängliche Wohnungsmodernisierung statt (um die ich mich ein wenig kümmere) und ich erlebe persönlich und live, was man Kunden zumutet. Und nicht zuletzt höre ich es von meinen Kunden, was diese erleben, manchmal Tag für Tag.

Da ich mich örtlich gut auskenne, hat mich meine Schwester darum gebeten, einen in der hessischen Kleinstadt Büdingen ansässigen namhaften Dachdeckermeister anzusprechen, ein Angebot für eine Dachneueindeckung zu erstellen. Nach 3 Monaten hat sie immer noch kein Angebot von diesem ortsbekannten Dachdeckermeister bekommen, trotz mehrfachem Nachfragen mit Zusagen. Nun starte ich den nächsten Versuch mit einer anderen Firma. Mit Zeitfressern möchte ich nichts zu tun haben.

„Herr Geyer, Sie können am kommenden Montag mit ihren Arbeiten leider noch nicht wie vereinbart anfangen, die Sanitärfirma ist mit ihren Arbeiten noch nicht fertig.“ Diese Firma hätte zwei Wochen später mit ihren Arbeiten angefangen, als ursprünglich vereinbart und würde ihre Mitarbeiter immer mal wieder abziehen, da scheinbar dringenderes und wichtigeres immer mal dazwischen kommt. Außerdem, sagt die Kundin, seien wir die erste Handwerksfirma, die pünktlich wie vereinbart anfangen wolle … Hallo? Marketing im Handwerk ist so einfach: Pünktlich, sauber, zuverlässig!

Der Gipfel:

Eine Edel-Marmorfirma in der Nähe von Wiesbaden hat einem unserer Kunden einen Restposten exklusiver Natursteinriemchen für horrendes Geld verkauft (die Kundin hatte sich in die Optik verliebt), 100 % Vorkasse, bei nicht möglicher Anlieferung. Der Kunde musste selbst sehen, wie er das Material zu seiner Baustelle bekommt. Dort mit geliehenem LKW angekommen stellt der Kunde nach dem auspacken der drei Paletten fest, dass die Riemchen bis zu 35% Maßunterschiede haben und mindestens genauso starke Farbunterschiede. Außerdem hat man dem Kunden Marmor verkauft, tatsächlich ist es Sandstein. Die ebenfalls bei diesem edlen Marmorunternehmen angefertigte Duschtasse aus dem gleichen Material ist komplett falsch angefertigt.

Über mehrere Tage bekommt Architektin Heike niemanden dort ans Telefon, die Herren seien nicht zu sprechen. Irgendwann ist ihr der Kragen geplatzt und hat unkonventionelle Maßnahmen ergriffen, um Kontakt aufzunehmen. „Sie glauben doch nicht, Frau Bachus, wir würden deswegen neu produzieren“ wimmelte man sie ab, ohne auch nur den Ansatz einer Problemerörterung und Lösungssuche in Erwägung zu ziehen. Das Fazit in diesem Fall: Der Kunde bleibt tatsächlich auf diesem zweitklassigen Material sitzen und muss damit zurechtkommen. In diesem besagten Unternehmen interessiert das niemanden, der Kunde hat ja bereits im Vorfeld alles bezahlt – und das zu 5-Sterne-Preisen. Die Unfreundlichkeit und Arroganz der Verantwortlichen haben sie scheinbar mitgekauft.

„Setzen, 6!“ hätte der Lehrer früher in der Schule dazu gesagt!

„Niemals mehr geben wir denen einen Auftrag“ Diese Aussage habe ich schon mehrfach in meinem Umfeld von verschiedenen Kunden gehört. Scheinbar gehört dieses Verhalten dort zur Geschäftsphilosophie. 

Man möchte es gar nicht so richtig glauben, die oben genannten Vorkommnisse betreffen allesamt deutsche Meisterbetriebe. Namhafte, bekannte Unternehmen in der Region. Und ich könnte noch mehr Geschichten erzählen. Das tue ich aber nicht, da ich mich gleich wieder mit schönen und angenehmen Dingen beschäftigen werde!

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